Fachkräfte für eine
klimapositive Gesellschaft

10.000 Tage ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ProjectTogether initiierte Umsetzungsallianz von Partner:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Staat und Wissenschaft, die sich in ungewöhnlichen Kollaborationen zusammenschließen. Unsere Mission ist die breite Mobilisierung, Ausbildung und Stärkung von Fachkräften für die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft.

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Mission

750.000 Fachkräfte fehlen zur Erreichung der Klimaziele – die Zeit für Klimajobs ist jetzt.

10.000 Tage – so viel Zeit verbringen wir im Durchschnitt in unserem Leben mit Erwerbsarbeit. Wie wollen wir diese Zeit nutzen? Welchen Beitrag können wir mit unseren Jobs zur Bewältigung der Klimakrise leisten? Bis 2030 fehlen über 750.000 Fachkräfte in Schlüsselindustrien für den Wandel zu einem klimapositiven Land. Deutschland kann seine Klimaziele nur erreichen, wenn mehr Menschen in Klimajobs arbeiten. Beispielsweise als Installateur:innen von Solaranlagen oder Schaffner:innen im ÖPNV.

Ein großes Potenzial liegt hierbei darin, neue Angebote, Lösungen und Chancen insbesondere für Menschen mit schwierigeren Startbedingungen zu schaffen. Ob in der Berufsorientierung von Jugendlichen oder in der Umschulung von Arbeitnehmer:innen: Gemeinsam arbeiten wir für eine klimapositive Zukunft.

der deutschen Arbeitnehmer:innen sind interessiert an einem Jobwechsel.
1 %
Menschen hierzulande zwischen 20 und 34 haben keinen Abschluss.
1
Menschen treten in den nächsten 10 Jahren in den Arbeitsmarkt ein.
0 Mio.

Quellen: BBIB (2022), EY (2021). LEO (2019), DJI (2013) 

Unser Ansatz

Den Fachkräftemangel kann niemand alleine beheben. Nur gemeinsam und mit innovativen Ansätzen schaffen wir die Wende.

Wie können wir mehr Menschen für Klimajobs begeistern, ausbilden oder umschulen? Innovative Allianzen zwischen Partner:innen aus allen Teilen der Gesellschaft sind gefragt. Genauso wie Experimentierräume zum Testen neuer Lösungen sowie Expertise und finanzieller Anschub für eine schnelle und erfolgreiche Umsetzung. Bei 10.000 Tage entstehen in einem Open-Social-Innovation-Prozess ungewöhnliche Kollaborationen (Collective-Action-Projekte). Partner:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Staat und Wissenschaft arbeiten an den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen. So entstehen in Ko-Kreation neue Lösungen. Was sich bewährt, wird in die Breite getragen.  

Unsere Themen

Wir arbeiten an Herausforderungen, die sich nur gemeinsam lösen lassen

Welche sind die Herausforderungen, die wir lösen müssen, damit mehr Menschen in Klimajobs arbeiten? Die Herausforderungen sind der Startpunkt für ungewöhnliche Kollaborationen mit dem Potenzial zur systemischen Veränderung. 

Wie entdecken Menschen den für sie passenden Zukunftsjob?
Gemeinsam möchten wir die erfolgreichsten Formate bisheriger Berufsberatungen auf diese Frage ausrichten und in die Breite tragen. Dafür braucht es die Zusammenarbeit von Schulen, Bildungsministerien, gemeinnützigen Träger:innen und vielen weiteren Akteur:innen. Teil der Zielgruppe sind insbesondere Bildungsbenachteiligte, oder Menschen, die ihren Beruf wechseln möchten.
Mit welchen (Um-)Schulungen können wir ausreichend Klima-Fachkräfte ausbilden?
Um dem großen Bedarf an Klima-Handwerker:innen gerecht zu werden, braucht es ansprechende Ausbildungsoptionen. Wie beispielsweise Kurzschulungen, Teilqualifizierung und neue Ausbildungsberufe. Diese Optionen sollen in die Realität der Betriebe des 21. Jahrhunderts passen und gleichzeitig die Aufstiegschancen und die hohe Qualität der deutschen Ausbildung beibehalten. Teil der Zielgruppe sind vor allem Bildungsbenachteiligte, Schulabgänger:innen oder Arbeitnehmer:innen in Regionen mit Strukturwandel.  
Wie können wir in Klimajobs attraktive Bedingungen schaffen?
Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, mit welchen Betriebe und Politik die Ausbildung und Arbeit in Klimajobs attraktiver machen. Ob flexiblere Arbeitszeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder finanzielle Anreize: Es braucht gute Rahmenbedingungen. Denn die Erwerbsarbeit in Klimajobs ist systemrelevant.   
Wie können Arbeitnehmer:innen aus fossilen Berufen reibungslos in grüne, attraktive Berufe wechseln?
Fachkräfte aus fossilen Industrien brauchen möglichst reibungslose Übergänge in wachsende Unternehmen mit Zukunft. Gemeinsam bauen wir Brücken für Fachkräfte. Von ehemaligen Arbeitgeber:innen zu Klimajobs. Ziel ist es, dass der Berufswechsel einen Aufstieg bedeutet.       
Wie können Hürden für Klima-Fachkräfte aus aller Welt abgebaut werden?
Fachkräfte, die nach Deutschland kommen, um bei der Dekarbonisierung mitzuhelfen, brauchen oft Unterstützung beim Ankommen. Mit einem:einer Mentor:in können sie einfacher bürokratische Hürden überwinden, sich ein soziales Netzwerk aufbauen und die Kultur vor Ort kennenlernen.   
… und viele mehr.
Du willst mitgestalten und echte Veränderung bewirken? Gibt es Herausforderungen, die hier fehlen, aber zentral für den Wandel sind? Dann melde Dich bei uns!  
Konkrete Projekte

Beispiele für soziale Innovationen

Gemeinsam mit der 10.000 Tage Community schmieden wir wirkungsvolle Kollaborationen und bringen Lösungen in die Umsetzung. In der ersten Runde der Allianzbildungsphase wurden von einer Fachjury neun Projekte in unterschiedlichen Wirkbereichen als besonders wertvoll für die gemeinschaftliche Lösung der Herausforderungen im Bereich Klimajobs ausgezeichnet und mit einer Anschubsfinanzierung in ihrer Umsetzung unterstützt. 

Future Job Institute

Herausforderung: Wie können kurzfristig notwendige Fachkräfte im Bereich der erneuerbaren Energien zum Erreichen der Klimaziele ausgebildet werden?

Lösung: Das Projekt "Neue Klimahelden" bietet Orientierungs- und Weiterbildungskurse für Quereinsteiger:innen an, welche den Einstieg als Fachkraft im Bereich PV- und Wärmepumpen-Installation ermöglichen. Die Curricula der Kurse wurden kollaborativ in Zusammenarbeit mit zahlreichen Expert:innen erarbeitet.

duvia e.V., Unlearn Business Lab, tbd*

Herausforderung: Wie können "mehrfachdiskriminierte" Jugendliche durch gezielte Berufsorientierung und Brückenveranstaltungen mit Unternehmen langfristig in Klimajobs finden?

Lösung: Das Projekt will mehrfachdiskriminierte Schüler:innen aus sozioökonomisch schwachen Elternhäusern durch gezielte Workshops für Zukunftsjobs mit Klimazielen sensibilisieren. Parallel dazu erhalten Klima-Unternehmen eine diskriminierungs- und diversitätssensible Prozessbegleitung, um passende Strukturen für die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe zu schaffen. Danach wird die Zielgruppe in Brückenveranstaltungen mit den teilnehmenden Unternehmen vernetzt und
Teilnehmer:innen der Zielgruppe werden bei ersten Praxiserfahrungen in den Unternehmen begleitet. Die Erkenntnisse werden in Handbüchern für Schulen und Unternehmen publiziert. Zudem werden sie in interaktiven digitalen Fortbildungen vorgestellt und können so kontextbezogen in weiteren Unternehmen Anwendung finden.

Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen, Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH (bsw)

Herausforderung: Wie können in Berufsorientierungsprogrammen mehr Orientierungswissen zu Klimajobs für Multiplikator:innen geschaffen werden und
sprachsensible und  zielgruppengerechte Materialien zu Klimajobs  erarbeitet und vermittelt werden?

Lösung: Das Projekt will Klimajobs in Berufsorientierungsprogramme von Bildungswerken bringen, indem  Multiplikator:innen geschult werden, Klimajobs sprachsensibel zu vermitteln. Es sollen bestehende Strukturen genutzt werden, um schwer erreichbare und unterrepräsentierte Zielgruppen für Klimajobs zu gewinnen. Ein Fokus liegt dabei auf der sprachlich und methodischen Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit erhöhtem Deutschförderbedarf und  FLINTA.

Junge Tüftler gGmbH, Circu:Culture, 105 Viertel Hamburg gGmbH, Bertelsmann Stiftung, Cradle to Cradle e.V.

Herausforderung: Wie können junge Menschen (ohne Schulabschluss) in Klimajobs (Fokus: Circular Economy) finden

Lösung: Die Allianz aus Bildungsorganisationen, staatlicher Bildungsverwaltung, Unternehmen und Wissenschaft entwickelt ein praxisnahes, modulares Berufsorientierungsprogramm. Dies unterstützt Lehrkräfte an Schulen ohne gymnasiale Oberstufe dabei, Schüler:innen für technische Klima-Ausbildungsberufe mit Fokus auf Circular Economy zu begeistern. Eine wirkungsvolle Berufsorientierung soll bisher ungenutztes Potenzial an Erwerbsjahren für Klimajobs erschließen, indem junge Menschen schneller in Ausbildungen einsteigen und diese häufiger abschließen. Aufbauend auf dem erfolgreichen Programm von Junge Tüftler:innen entwickeln wir in dieser starken Allianz eine Blaupause für alle Schulen
in Deutschland.

Neue Meister, Energiehelden Academy

Herausforderung: Wie können Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits handwerkliche Erfahrungen haben, effizient und lösungsorientiert in Programmen für Klimajobs qualifiziert werden

Lösung: Das Projekt bildet Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits Erfahrung in handwerklicher Arbeit haben, in einem kulturell
inklusiven, digital beschleunigten Programm für spezifische Aufgabenfelder in der Montage von Clean Energy Komponenten aus. Dabei  beginnen sie mit einer Weiterbildung namens “Elektrofachkraft für Erneuerbare Energie”. Teilnehmende erhalten nicht nur sprachliches, kulturelles und technisches Training, sondern werden aktiv an Arbeitgeber vermittelt. So treten sie gegenüber der B2B Zielgruppe nicht als Bildungsanbieter, sondern als End-To-End Recruitinglösung für die Skalierung eigener in-house Montageteams auf.

NetZero Academy, Elephant Company

Herausforderung: Wie können kurzfristig und effizient Energieberater:innen ausgebildet werden, um die Klimaziele der Bundesregierung und Europas zu erreichen

Lösung: Die Allianz entwickelt ein innovatives, skalierbares On-Demand Weiterbildungsprogramm für Gebäudeenergieberater:innen, um bis 2028 20.000 Fachkräfte in diesem Bereich zu qualifizieren. Es handelt sich um eine hochgradig wirkungsvolle und interaktive Weiterbildung mit erstklassigen, interaktiven
Lerninhalten. Die Lern-App garantiert den Teilnehmer:innen eine spielerische, kollaborative sowie asynchrone Lernerfahrung mit maximalem Lernrückhalt.
Die Qualifikation wird unter den Vorschriften der Deutschen Agentur für Energie (DENA) zertifiziert, bei der ZFU als Fernstudiengang akkreditiert und durch die Agentur für Arbeit gefördert. Somit garantiert das Weiterbildungsprogramm einen hohen Qualitätsstandard und exponentielle Skalierungsmöglichkeiten.house Montageteams auf.

persomatch, baito

Herausforderung: Wie können junge Menschen, die in den kommenden Jahren ins Berufsleben einsteigen, auf Klimajobs aufmerksam gemacht und an Arbeitgebende vermittelt werden? 

Lösung: Das Projekt möchte tausende junge Menschen für klimarelevante Ausbildungsberufe begeistern und diese erfolgreich besetzen. Dazu zählt die Aufklärung durch (YouTube-)Videos und Websites, die mit Hilfe von Google Ads Kampagnen ohne Streuverluste an die richtige Zielgruppe ausgespielt werden. Die Zielgruppe kann sich auf den Landingpages informieren und zudem an einer Ausbildungsplatzvermittlung teilnehmen. Arbeitgebende können entsprechende Ausbildungsplätze veröffentlichen und mögliche Kandidat:innen direkt aus der Vermittlung beziehen.

DB Fahrzeuginstandhaltung, ANU Hessen, duvia e.V., NEO Bamberg GmbH

Herausforderung: Wie können junge Menschen, die in den kommenden Jahren ins Berufsleben einsteigen, auf Klimajobs aufmerksam gemacht und an Arbeitgebende vermittelt werden?

Lösung: Im ersten, kollaborativen Prozess mit internen und externen Stakeholder:innen werden Lern_Labs aus alten Materialen der Instandhaltungswerke erbaut und dafür entsprechende Bildungskonzepte
entwickelt. Im nächsten Schritt sollen die Lern_Labs für kreative Lernprozesse, Weiterbildungen von Azubis und Bestandsmitarbeitenden und die Öffentlichkeit genutzt werden, um potenzielle Nachwuchskräfte in der schweren Instandhaltung und nachhaltigen Mobilität zu mobilisieren und auszubilden.

\\\: wir sind dran

Herausforderung: Wie kann eine echte Transformation der Baubranche hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz durch eine ökologische und soziale Unternehmenskultur gesteuert werden?

Lösung: Ziel des Projekts ist, bestehende Jobs in der Baubranche in Klimajobs zu transformieren und neue Funktionen zu schaffen. Dies geschieht einerseits innerhalb von Unternehmen, in denen sich Jobprofile verändern bzw. neue Positionen geschaffen werden. Andererseits erlangen externe Dienstleistende aus den Bereichen Kommunikation und Unternehmensberatung Impulse, um ihr Angebot zu erweitern. Dieses Angebot mit Fokus aufs Bauwesen und Exkursen zu nachhaltigem Bauen ist in Deutschland einmalig, weil es die Bereiche Unternehmensführung und -kultur mit der gebauten Welt verzahnt. 

Mitmachen

Werde Teil von 10.000 Tage

Einladung zur zweiten digitalen Auftaktveranstaltung

Du bist noch kein Teil unserer 10.000 Tage-Community und möchtest zusammen mit uns den Fachkräftemangel im Bereich Klimajobs angehen? Dann komm zu unserer zweiten digitalen Auftaktveranstaltung am 31. August von 14:00 bis 15:00 Uhr. Erfahre, was Dich bei 10.000 Tage erwartet, wie wir zusammenarbeiten und wie Du Dich einbringen kannst. Wir freuen uns auf Dich.

Melde Dich für die kostenlose Online-Veranstaltung an und sei dabei, wenn Mitgestalter:innen und Vordenker:innen von 10.000 Tage zum ersten Mal zusammenkommen. Uns erwarten spannende Impulse von Expert:innen und Einblicke in die Herausforderungen sowie mögliche Lösungen.

Du möchtest den Fachkräftemangel im Bereich Klimajobs angehen oder hast schon eine konkrete Lösung?

Ob Start-up, Betrieb, Handwerkskammer, Bildungsanbieter:in, NGO oder Verwaltung: Sei dabei und entwickle mit anderen Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Staat und Wissenschaft konkrete Lösungen und Strategien für eine klimapositive Gesellschaft. Zusammen setzen wir um, was niemand sonst alleine schaffen kann. Melde Dich bei Interesse daher gerne direkt bei uns und schreib uns eine Mail an 10000tage@projecttogether.org.

Roadmap

Unser Vorgehen

Juli - September 2023

Aufbau der Community

  • Wir starten gemeinsam beim digitalen Auftakt am 06.07. 
  • Wir beginnen die Vernetzungen 
  • Wir identifizieren gemeinsam die wichtigsten Herausforderungen und Handlungsfelder 
  • Wir entwickeln neue Lösungen und denken bereits funktionierende Ansätze groß
September - Dezember 2023

Allianzen bilden

  • Wir treffen uns zum Auftakt der Allianzbildung am 17.10. in Berlin
  • Wir unterstützen die Bildung von Allianzen zwischen Organisationen 
  • Wir schärften und konkretisieren kollaborative Projekt-Konzepte
  • Wir wählen gemeinsam mit der Jury die wirkungsvollsten Kollaborationen aus und vergeben das Preisgeld mit dem BMBF
Januar - August 2024

Umsetzen und Skalieren

  • Wir unterstützen die ausgewählten kollaborativen Projekte finanziell und nicht-finanziell bei der Umsetzung 
  • Wir skalieren gemeinsam erfolgreiche Lösungen 
Team

Wir freuen uns, Dich kennenzulernen

ProjectTogether koordiniert die Aktivitäten von 10.000 Tage. Im Team arbeiten mit:

Edouard Yendell

Foto: Samuel Groesch

Franziska Gebhard

Foto: Samuel Groesch

Jonathan Funke

Foto: Samuel Groesch

Lucie Schock

Luis Hanemann

Paulina Fried

Foto: Leander von Thien

Philipp von der Wippel

Foto: Samuel Groesch

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Jury

Die Fachjury von 10.000 Tage

Die Jury aus Expert:innen im Bereich Bildung, Nachhaltigkeit, Integration und Gleichberechtigung berät das 10.000 Tage Team bei der Bewertung der Projektbewerbungen. 

  • Kai Lanz, Gründer Krisenchat (LinkedIn)
  • Manuel Müller, Gründer Mak3it GmbH (Website)
  • Janina Lehmann, Leitung Administration & Finanzen bei der Kreuzberger Kinderstiftung (LinkedIn)
  • Moritz Hau, Mitgründer Eigensonne (LinkedIn)
  • Torben Padur, Arbeitsbereichsleiter BIBB (Website)
  • Anne Kjaer, Gründerin Redi School (LinkedIn)
  • Esra Küçük, CEO Allianz Foundation (Website)
  • Bernd Gebert, Social Entrepreneur Das macht Schule (LinkedIn)
  • Silvia Rager, Jobcenter Auslandsstelle ZAV
  • Sonja Anton, Mitgründerin Digitalservice4Germany GmbH
  • Mozamel Aman, Co-CEO und Gründer Start Steps (LinkedIn)
  • Prof. Dr. Silke Bustamante, Professorin HWR Berlin (Website
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Es gibt verschiedene Wege, sich an der Mission zu beteiligen. Eine eigene, neue Idee einreichen, ein neues Konzept unterstützen oder eine bereits funktionierende Lösungen skalieren: Für jede:n Akteur:in gibt es eine passende Rolle. In Vernetzungstreffen und Workshop-Formaten bilden sich Teams und es wird klar, wer welche Rolle einnimmt. Aktuell befinden wir uns in der Umsetzungsphase von 10.000 Tage und begleiten bereits viele Projekte bei ihren ersten Pilotierungen und Testphasen. Solltet Ihr Interesse an einer Kollaboration oder Teilnahme an 10.000 Tage haben, schreibt uns gerne direkt eine Mail an  10000tage@projecttogether.org. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!

Von der Finanzierung oder Coaching über Verbindung zu den wichtigsten Partner:innen in Verwaltung, Ministerien und Wirtschaft: Die Unterstützung ist so individuell wie die Lösungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die vielversprechendsten und wirkungsvollsten Projekte mit Preisgeldern in Höhe von bis zu 200.000 € (in zwei Bewerbungsphasen in 2023 & 2024). Außerdem bieten wir gezielte Lern- und Austauschformate für die Bewerbungsvorbereitung an. Je größer das Wirkpotenzial und die Erfolge des Projekts sind, desto mehr können wir unterstützen.

Wir als Gesellschaft glauben fest daran, dass es bei der Herausforderung zu mehr Fachkräften für Klimajobs zu gelangen, nicht an Expertise, guten Ideen oder Konzepten fehlt. Wir haben vielmehr ein Umsetzungsproblem. Deswegen ist unser Ansatz bei 10.000 Tage, aus bereits funktionierenden Lösungen zu lernen, sie weiterzuentwickeln und deutschlandweit zu skalieren. Dafür verbinden wir bestehende Projekte mit den Institutionen, die es braucht, um den größtmöglichen Hebel zu erreichen. Eine Teilnahme an bereits existierenden Projekten innerhalb der Community ist dabei genauso möglich, wie die Weiterentwicklung eigener Projekte im Rahmen von 10.000 Tage. 

Zunächst müsst Ihr von der Jury, bestehend aus Expert:innen in klimajobrelevanten Bereichen, für die Allianzbildungsphase zugelassen werden, danach könnt Ihr Euch auf die Preisgelder für die Umsetzungsphase bewerben. Dieser Prozess ist bis auf Weiteres abgeschlossen.

Wenn Ihr also bereits Teil der Allianzbildungsphase in 2023 seid, erhaltet Ihr für die Bewerbungsphasen eine E Mail, in der alles weitere beschrieben sein wird. In dieser E-Mail wird sich ein Link finden, unter dem Ihr uns alle für die Bewerbung relevanten Informationen zuschicken könnt. Die Fachjury wird die Projekt-Bewerbungen der teilnehmenden Allianzen sichten und nach deren Umsetzungspotenzial und Wirkung bewerten.

Das Preisgeld wird von der ProjectTogether gGmbH an die Organisationen überwiesen. Zur Verfügung gestellt wird das Preisgeld vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 

 

Insgesamt stehen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung: 

  • erster Preisgeld-Topf: 900.000 Euro in der Allianzbildungsphase bis zum 04.12.
  • zweiter Preisgeld-Topf: 600.000 Euro (die Phase hierfür startet ab Februar 2024)

 

Das Preisgeld wird hierbei als Preisgeld ausgeschüttet, was besonders bedarfsorientierte Verwendung ermöglicht.

Folgende Zusammenarbeit ist mit Erhalt des Preisgeldes verbunden:

  • Teilnahme an der wissenschaftlichen Evaluation des Projektes
  • Regelmäßiges Reporting zum Stand des Projektes über die Teilnahme an Status-Formaten und Check-in Calls mit dem 10.000-Tage-Team

Mit Prinzipien wie Schwarmintelligenz und Ko-Kreation bringt der Open Social Innovation-Prozess von ProjectTogether den Ideenreichtum aus der Gesellschaft zur Wirkung. In einem gemeinsamen Prozess arbeiten Akteur:innen aus Wirtschaft, staatlichen Institutionen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Allianzen zusammen. Lösungen werden identifiziert, erprobt, gefördert und umgesetzt. Das Ziel ist es, Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen ins gemeinsame Handeln zu bringen. Beispiele sind die Zusammenarbeit von Schulen, Verwaltung und Bildungsorganisationen für innovative Berufsberatungen oder die Zusammenarbeit von Start-ups und Zivilgesellschaft für Solar-Teilqualifizierungen für junge Erwachsene.

In Vorbereitung für den Open-Social-Innovation-Prozess haben wir in den letzten Monaten einen umfangreichen Themenfindungsprozess („Discovery”) durchgeführt. Ziel war es, anhand von über 40 Interviews, intensiver Recherche und drei Roundtables mit einer Vielzahl an Expert:innen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und Wissenschaft zu sprechen und dadurch einen umfassenden Überblick über die drängendsten Herausforderungen, Chancen und Hebelpunkte im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel und die Potenziale von Menschen mit schwierigen Startbedingungen zu erhalten. Die Discovery haben wir mit Blick auf die Frage geführt: Mit welchem Fokus kann ein Open Social Innovation Prozess innerhalb des breiten Themenfeldes “Bildungsbrücken bauen für benachteiligte Gruppen und Fachkräftemangel entgegenwirken” die größte Wirkung haben? Die Ergebnisse der Discovery haben eine Themenschärfung mit Fokus auf klimarelevante Berufe ergeben. 

  1. Das Thema “verschärfter Fachkräftemangel durch Dekarbonisierung der Wirtschaft” hat sehr viel aktuelles Momentum, weil alle Akteure einen hohen Druck und Eigeninteresse haben, Lösungen zu finden, auszuprobieren, zu finanzieren und in die Praxis zu bringen. Entsprechend sehen wir eine höhere Bereitschaft von Akteur:innen,sich mit viel Engagement in potentielle Allianzen einzubringen.
  2. Der Fachkräftemangel in Klimaberufen ist ein vergleichbar neues Phänomen. Eine orchestrierte Zusammenarbeit bietet hier einen besonders großen Mehrwert, da Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung sich erst finden und die Zusammenarbeit in diesem Bereich des Arbeits- und Weiterbildungsmarkts erst aufbauen müssen.
  3. Junge Menschen zeigen ein gesteigertes Interesse an Berufen mit Klimabezug. Studien und Erkenntnisse aus den Roundtables zeigen, dass junge Menschen sich insbesondere für Berufe interessieren, die als sinnhaft und zukunftsorientiert wahrgenommen werden. Eine Positionierung in diesem Themenfeld erleichtert die Ansprache der Zielgruppe.

Unser Ziel ist es, Allianzen zu bilden und zu unterstützen, die die Zielgruppe in einen zukunftssicheren, dekarbonisierten Arbeitsmarkt bringt. Deutschland strebt Klimaneutralität bis 2045 an – die Eigenschaften (Skillsets) und die Ausbildung der entsprechenden Generation sollten dem Rechnung tragen und sowohl direkte als auch indirekte Jobs in der dekarbonisierten Wirtschaft fördern. Die entstehenden Allianzen sollen die Zielgruppe mit dementsprechenden Möglichkeiten ausrüsten, damit sie in Branchen arbeiten können, die langfristig wachsen: Ein Win-Win für die Zielgruppe, die in Engpassberufen besonders gute Chancen auf Erwerbstätigkeit haben und dem deutschen Arbeitsmarkt, der dringend Fachkräfte braucht. Die Transformation hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft ist ein Feld mit hoher Relevanz für den Industriestandort Deutschland, die Versorgungssicherheit und die Pariser Klimaziele. Derzeit herrscht dort ein signifikanter Fachkräfteengpass, der das Wachstum der deutschen Wirtschaft beeinträchtigt. Schätzungen der Beratungsgesellschaft BCG gehen von einem Schaden von 1,2 % bzw. EUR 100 Mrd. des BIP in 2030 aus. Schon jetzt fehlen laut Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung (KOFA) 216.252 Fachkräfte im Bereich erneuerbare Energien, Elektromobilität und energetische Sanierung – in den Schlüsselindustrien der Transformation. Es fehlen bspw. Installateur:innen von Solar-Panels, Monteur:innen von Wärmepumpen und viele mehr. Bis 2035 braucht es zusätzliche 750.000 Fachkräfte, um die gesetzten Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Neben dem Beschleunigen der ökologischen Transformation kann so der Zielgruppe Berufe vermittelt werden, die für sie auch wirtschaftlich nachhaltig sind: Langfristige Perspektive sowie eine Arbeitsmarktlage versprechen kurze Berufssuche und Arbeitsplatzsicherheit.

 

Studien & Quellen: 

  1. Bundesinstitut für Berufsbildung (2022): Es wird knapp - Ergebnisse der siebten Welle der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen bis zum Jahr 2040.
    https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/18168
  2. Deloitte (2020): Die Jobs der Zukunft, Berufswelt bis 2035 – 5 Trends https://www2.deloitte.com/de/de/pages/trends/jobs-der-zukunft-berufswelt-2035.html
  3. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (2019) : Fehlende Fachkräfte in Deutschland - Unterschiede in den Betrieben und mögliche Erklärungsfaktoren
    https://doku.iab.de/forschungsbericht/2019/fb1019.pdf
  4. Institut der deutschen Wirtschaft (2023): Digitale Ausbildung: Eine Frage von Technik, Ressourcen oder Motivation?
    https://www.iwkoeln.de/studien/paula-risius-susanne-seyda-eine-frage-von-technik-ressourcen-oder-motivation.html
  5. Prof. Dr. Jürgen Blazejczak und Dr. Dietmar Edler (2021): Arbeitskräftebedarf nach Sektoren, Qualifikationen und Berufen zur Umsetzung der Investitionen für ein klimaneutrales Deutschland Kurzstudie im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/klimaschutz/pdf/2105_Kurzstudie_Arbeitskra__ftebedarf_Klimaneutralitaet.pdf
  6. Institut der deutschen Wirtschaft: Wo stehen Beschäftigung und Fachkräftemangel in den 1.300 Berufsgattungen in fünf Jahren? Methodenbericht.
    https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/alexander-burstedde-in-welchen-berufen-bis-2026-die-meisten-fachkraefte-fehlen.html
  7. Cedefop (2018). Skills for green jobs in Germany: an update. http://www.cedefop.europa.eu/files/germany_green_jobs_2018.pdf

Wenn wir als Gesellschaft das Potenzial von Menschen mit schwierigen Startbedingungen noch besser heben, bedeutet das für alle Beteiligten einen Mehrwert: Wir finden Fachkräfte und hunderttausende Menschen finden in gut bezahlte, sichere Jobs. Wir beziehen uns daher auf Studien zum deutschen Arbeitsmarkt, die die größten ungenutzten Potenziale in diesen Gruppen aufzeigen.

In Deutschland gibt es viele Potenziale, die wir heben wollen. Laut der Bundesagentur für Arbeit braucht es eine jährliche Netto-Zuwanderung von 400.000 Menschen nach Deutschland, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Mit den passenden Akteur:innen wollen wir die Herausforderungen angehen: Wie kann das Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland als Mehrwert für das Individuum, das Herkunftsland und das Ankunftsland gestaltet werden? Wie können Fachkräfte aus dem Ausland, die bereits einen Arbeitsvertrag haben, ihr Arbeitsverhältnis möglichst unbürokratisch antreten? Wie können Fachkräfte, die nach Deutschland kommen, langfristig in eine Gemeinschaft am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft eingegliedert werden?
ProjectTogether, die Dachorganisation hinter 10.000 Tage, hat bereits viel Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten aus der Ukraine gesammelt und eine eigene Mission zum Thema Einwanderung gestartet – die Welcome Alliance.

Das BMBF fördert 10.000 Tage und die daraus entstehenden Projekte gemäß der Nationalen Strategie zur Stärkung sozialer Innovationen und gemeinwohlorientierter Unternehmen – aber ebenso als Beitrag zur Fachkräftestrategie und zu weiteren Maßnahmen der Berufsorientierung. Darüber hinaus unterstützt das BMBF durch Expertise und Vernetzung. Mehr erfahren: Förderinitiativen und -programme zur Stärkung der Berufsbildung - BMBF

10.000 Tage ist eine überparteiliche Umsetzungsallianz. Wie schon der Name sagt, ist der Anspruch von “ProjectTogether”, die gemeinnützige Organisation hinter 10.000 Tage, alle Akteur:innen ins gemeinsame Handeln zu bringen und verschiedene Partner:innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und staatlichen Institutionen zu aktivieren.

Kontakt

Du hast Fragen oder möchtest mit uns zusammenarbeiten?

Nutze unser Kontaktformular oder schreib uns einfach eine E-Mail:

10000tage@projecttogether.org

Presseanfragen an Johannes Tödte, ProjectTogether
jtoedte@projecttogether.org

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